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Das neue Heizungsgesetz (GEG) der Ampel: Ruinöse Politik für Verbraucher, das Land und das Klima



Wir müssen das Klima schützen. Aber sinnvoll. Die Reform des Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Ampel geht in die falsche Richtung. Es belastet Verbraucher und den Haushalt mit extremen Kosten und schadet dem Klima durch Fehlverteilung von Ressourcen.


Bei dem nun geplanten GEG stehen Kosten und Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis. Der staatlich verordnete Zwang zum Einbau von Heizungen, die zu mindestens 65% aus erneuerbaren Energieträgern versorgt werden, bedeutet in vielen Fällen faktisch den Zwang zur Wärmepumpe.


Wärmepumpe im unsanierten Altbau kann nicht effizient betrieben werden


Die Wärmepumpe ist eine effiziente und günstige Lösung in Neubauten und energetisch sanierten Altbauten.


Anders sieht es aber bei unsanierten Altbauten aus: Bei einem typischen Wohngebäude mit 160 kWh pro Jahr und m² Gasverbrauch hat der Verbraucher bei seinem 100m²-Reihenhaus und einem aktuellen Gaspreis von 9 Cent/kWh 1.440 EUR an Heizkosten im Jahr.


Die Wärmepumpe heizt mit Strom. Das Maß für die Effizienz der Wärmepumpe ist die sogenannte Jahresarbeitszahl. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) wird berechnet, indem der Heizenergieverbrauch durch den Stromverbrauch geteilt wird. Bei einem energetisch unsanierten Altbau ohne Fußbodenheizung liegt die Jahresarbeitszahl typischerweise bei 2. Das bedeutet bei obigem Reihenhaus mit 100 m² einen Stromverbrauch von 8.000 kWh im Jahr und Stromkosten von 2.160 EUR bei 27 ct/kWh. Der Betrieb der Wärmepumpe ist im unsanierten Altbau also teurer als der einer Gasheizung.


Studie des Fraunhofer-Instituts: Sanierung muss sein!


Die oft zitierte Studie des Fraunhofer Instituts wonach Wärmepumpen auch in Bestandsgebäuden “zuverlässig und klimafreundlich” funktionieren ist bei näherer Betrachtung der Beleg dafür, dass Wärmepumpen im unsanierten Altbau ein ökologisches und wirtschaftliches Desaster sind.


Denn “[die untersuchten] Gebäude wurden alle mehr oder weniger umfangreich saniert. Bei 89% der Gebäude wurden die Fenster getauscht. Bei 86% das Dach und bei 57% die Außenwände umfänglich saniert.” Zudem hatten 60% der Häuser weniger als 100 kWh pro Jahr und m², also deutlich besser als der typische Altbau. 40% haben eine Fußbodenheizung und 46% haben zusätzlich eine Gasheizung. Wo diese (teuren) Maßnahmen nicht getroffen wurden, lag die Effizienz der Wärmepumpe im roten Bereich.


Ganz klar: Im sanierten Gebäude kann die Wärmepumpe effektiv für klimafreundliche Wärme sorgen, nur: Diese Sanierung kostet Hunderttausende.


Auf die ein oder andere Weise werden diese Kosten den Verbrauchern hängen bleiben. Beim Eigentümer direkt durch die Sanierungskosten. Beim Mieter über erhöhte Mieten. Auch Fördergelder werden durch höhere Steuern oder extreme Kürzungen im Haushalt gegenfinanziert werden müssen und folglich auf alle Bürger umgelegt.


Faktische Sanierungspflicht


Um die Wärmepumpe effizient zu betreiben bedarf es im Idealfall also einer Fußbodenheizung oder zumindest neuer wärmepumpengerechter Heizkörper. Zudem neuer Fenster und damit es nicht schimmelt einer Lüftung, hinzu kommen Dämmung und gegebenenfalls ein neues Dach. Dabei kommen schnell mehrere hunderttausend Euro an Kosten zusammen. Also ein wirtschaftlicher Totalschaden für viele Gebäude.


Letztlich bedeutet das GEG eine Vermögensvernichtung gigantischen Ausmaßes, weil unsanierte Altbauten mit erheblichen Abschlägen beschwert werden. Weiterhin gleicht das GEG mit allen Konsequenzen einer kalten Enteignung, die in keinem Verhältnis zum Benefit (CO2-Ersparnis) steht.


Auch Mieter sind betroffen


Wird im Mietshaus die Heizung ausgetauscht und energetisch saniert, so kann der Vermieter die Kosten auf die Mieter umlegen. Es wird also auch für Mieter teurer.


Wir müssen das Klima schützen!


Ja, aber nicht so! Denn: Wird die Wärmepumpe nicht mit hauseigener Stromerzeugung betrieben, muss der Strom vom Markt bezogen werden. Beim aktuellen Strommix stammen nur rund 50% des in Deutschland produzierten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen.


Um den zusätzlichen Energiebedarf decken zu können, plant der grüne Wirtschaftsminister den Bau von 50 neuen Gas-Kraftwerken. Es soll also Gas verbrannt werden, um daraus Strom zu erzeugen, womit dann Wärmepumpen betrieben werden. Letztlich wird aus Gas also doch wieder Wärme, nur deutlich ineffizienter und erheblich viel teuer!


Auf eine Anfrage der Union gibt das unter Robert Habeck grün geführte Wirtschaftsministerium zu, dass es „aufgrund fehlender präziser Angaben und offener Auslegungsfragen“ den genauen Wert an eingesparten CO2-Emissionen nicht nennen könne.


Die Ampel kennt also den Nutzen nicht. Was wir aber wissen: Es wird extrem teuer.


Unser Vorschlag


Auch der Landtagskandidat und MIT-Mitglied Peter Franz sagt "es ist verfehlt auf Verbote zu setzen. Anreize sind der richtige Weg."


Die Union befürwortet eine sukzessiv steigende CO2-Bepreisung, bei der CO2 Ausstoß mit einem Preis versehen wird. Dadurch werden die Menschen angeregt auf umwelt- und klimafreundliche Alternativen umzusteigen. Um zusätzliche Anreize zu schaffen, wird eine finanzielle Unterstützung für umwelt- und klimafreundliches Heizen angeboten. Hierbei haben die Menschen die Möglichkeit, gemeinsam mit ihrem Heizungstechniker vor Ort die beste Lösung für ihre individuellen Bedürfnisse zu wählen.


Die MIT-Darmstadt unterstützt daher die Aktion "Fair heizen" der CDU:



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