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Keine Legalisierung ohne Schnelltests

Eine Legalisierung von Cannabis ist nach Meinung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Darmstadt zum jetzigen Zeitpunkt unverantwortlich.

"Ohne eine etablierte und praktikable Methode zur Erkennung von THC Konsum über Schnelltests, zum Beispiel aus der Atemluft, wäre eine Legalisierung von Cannabis absolut unverantwortlich", gibt der Vorsitzende der Darmstädter MIT Manuel Krenzke zu bedenken.


Beispielsweise in der Baubranche seien regelmäßige Atemluft-Kontrollen heute bereits üblich, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter nicht alkoholisiert am Arbeitsplatz erscheinen. Vergleichbare Tests für die Detektion von THC, dem Rauschmittel in Cannabis, gäbe es bisher noch nicht. Die derzeit verfügbaren Tests reagierten ausschließlich auf Abbau-Produkte im Urin und ließen somit nur erkennen, ob die Person in den vorangegangen Tagen Cannabis konsumiert habe, nicht jedoch ob sie sich akut in einem Rauschzustand befinde. Abgesehen davon seien Urin oder Blut-Tests in der täglichen Praxis am Arbeitsplatz unverhältnismäßig und nicht umzusetzen.


"Nun möchte Gesundheitsminister Lauterbach den unkontrollierten Konsum von Cannabis möglich machen. Gleichzeitig tragen Arbeitgeber die Verantwortung dafür, dass ihre Mitarbeiter arbeitsfähig sind. Wie jedoch sollen sie sicherstellen, dass in der Mittagspause nicht gekifft wird? Nach heutigem Stand ist das unmöglich. Eine Legalisierung wäre somit unverantwortlich", findet auch MIT Mitglied und CDU Landtagskandidat Hartwig Jourdan.


Die MIT fordert die Bundesregierung daher dazu auf, den entsprechenden Gesetzentwurf mindestens solange zurückzustellen bis geeignete Test-Geräte verfügbar seien.

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